Verwende den Selbstausschluss als deine Pausentaste im Spiel

Verwende den Selbstausschluss als deine Pausentaste im Spiel

Für viele Menschen ist Spielen eine unterhaltsame Freizeitbeschäftigung – eine Möglichkeit, abzuschalten, sich selbst herauszufordern und den Nervenkitzel zu spüren. Doch manchmal kann das Spielverhalten aus dem Gleichgewicht geraten. Was als Spass begann, kann sich zu einer Gewohnheit entwickeln, die zu viel Raum im Alltag einnimmt. In solchen Momenten kann der Selbstausschluss ein wertvolles Instrument sein – eine Art Pausentaste, die dir hilft, wieder Kontrolle zu gewinnen.
Was bedeutet Selbstausschluss?
Selbstausschluss heisst, dass du dich freiwillig für eine bestimmte Zeit vom Spielen ausschliesst. Das kann für Online-Casinos, Wettanbieter oder Spielhallen gelten. In der Schweiz gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich sperren zu lassen – sowohl direkt bei einzelnen Anbietern als auch über eine kantonale oder nationale Spielsperre, die für alle konzessionierten Spielbanken gilt.
Wenn du dich sperren lässt, kannst du während der gewählten Zeit weder ein Konto eröffnen noch dich bei den betroffenen Anbietern einloggen. Das ist eine wirksame Methode, um Abstand zu gewinnen – besonders dann, wenn du merkst, dass es dir schwerfällt, selbstständig eine Pause einzulegen.
Eine Pause, kein Versagen
Selbstausschluss bedeutet nicht, dass du aufgegeben hast. Im Gegenteil: Es ist ein Zeichen von Verantwortung. Viele Menschen bemerken erst spät, dass das Spielen zu viel Raum einnimmt – vielleicht, weil sie mehr Zeit oder Geld investieren, als sie eigentlich wollten, oder weil sich die Gedanken ständig um das nächste Spiel drehen.
Mit einem Selbstausschluss sagst du dir selbst: „Ich brauche eine Pause, um wieder klar zu sehen.“ Es ist vergleichbar mit einer Auszeit vom Beruf, wenn der Stress zu gross wird – eine bewusste Entscheidung, um das Gleichgewicht wiederzufinden.
Wie funktioniert der Selbstausschluss in der Schweiz?
In der Schweiz kannst du dich direkt bei einer Spielbank oder einem Online-Anbieter mit Schweizer Lizenz sperren lassen. Die Sperre kann auf Wunsch auch auf andere Anbieter ausgeweitet werden. Sie gilt in der Regel unbefristet, kann aber nach einer gewissen Zeit – meist nach einem Gespräch mit der Spielbank oder einer Fachstelle – wieder aufgehoben werden, wenn du das möchtest.
Online-Spielanbieter mit Schweizer Lizenz sind verpflichtet, solche Sperren zu respektieren. Wenn du dich ausschliesst, kannst du während der Sperrzeit keine neuen Konten eröffnen oder bestehende nutzen. Das schafft einen klaren Rahmen, der dich vor impulsiven Entscheidungen schützt.
Was du während der Pause tun kannst
Die Zeit des Selbstausschlusses ist eine Gelegenheit, dich neu zu orientieren. Nutze sie, um herauszufinden, welche Rolle das Spielen in deinem Leben spielt und was du dir für die Zukunft wünschst. Vielleicht möchtest du lernen, bewusster zu spielen – oder du entscheidest, dass du ganz darauf verzichten willst.
Hier sind einige Ideen, wie du die Pause sinnvoll gestalten kannst:
- Bewegung und Natur: Sport oder Spaziergänge helfen, Stress abzubauen und den Kopf freizubekommen.
- Soziale Kontakte: Verbringe Zeit mit Familie und Freunden – echte Begegnungen stärken das Wohlbefinden.
- Neue Interessen: Probiere etwas Neues aus – Musik, Kochen, Handwerk oder Freiwilligenarbeit.
- Gespräche suchen: Wenn du merkst, dass dich das Thema Spielen belastet, kann ein Gespräch mit einer Fachperson helfen. In der Schweiz bieten Organisationen wie Sucht Schweiz oder Die Dargebotene Hand (143) kostenlose und vertrauliche Unterstützung an.
Wenn die Pause zum Neuanfang wird
Viele Menschen berichten, dass der Selbstausschluss ein Wendepunkt war. Die Pause ermöglicht es, wieder Kontrolle zu gewinnen, finanzielle Stabilität aufzubauen und das Vertrauen in sich selbst zurückzugewinnen.
Wenn du nach der Pause wieder spielen möchtest, kannst du dies mit neuen Grenzen tun – etwa mit festen Einsatz- oder Zeitlimits. Und wenn du entscheidest, dass Spielen keinen Platz mehr in deinem Leben haben soll, ist das ebenfalls ein starkes und selbstbestimmtes Zeichen.
Mach den ersten Schritt
Der Selbstausschluss ist kein Urteil, sondern ein Hilfsmittel. Er ist dafür da, dich zu unterstützen – nicht, um dich zu bestrafen. Wenn du spürst, dass das Spielen zu viel Raum einnimmt, drücke auf die Pausentaste. Es könnte der erste Schritt zu mehr Ruhe, Klarheit und Lebensfreude sein.










